2. Lebensjahr: 02. Woche

In dieser Woche waren BamBam und ich zweimal im Kindergarten „Kunterbunt“. Zunächst legte ich BamBam in der Mitte des Stuhlkreises ab und die Kinder wurden gefragt, ob sie sich noch an unseren Besuch erinnerten, als er noch ein Welpe war. Einige erinnerten sich – und es fiel ihnen durchaus auf, dass er zwischenzeitlich ziemlich groß geworden ist. 😉

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Jedes der Kinder durfte ihn dann einmal streicheln, musste vorher allerdings fragen, ob dies auch erlaubt ist. So sollte vermittelt werden, dass nicht jeder Hund gerne unangemeldet angefasst werden möchte. Die Kinder stellten viele Fragen und anschließend gingen wir raus in den Garten.

Dort zeigte ich noch ein bisschen Reizangeltraining. Das war natürlich aufregend, zeigte der kleine Hundemann hier doch mal, wie schnell, wendig und kräftig er ist. Ich arbeitete mit Stimme und Pfiff. Kinder sind ja leicht zu beeindrucken 😉 Zum Abschluss durfte jedes Kind ihm noch ein kleines Leckerlie geben. Wenige fragten, ob sie denn auch mal die Ohren und die Rute anfassen dürften. Da BamBam damit grundsätzlich kein Problem hat, erlaubte ich es. Ich beaufsichtigte die Aktion und natürlich durfte er nicht unbegrenzt betatscht werden.

Nach ungefähr 45 Minuten gingen wir wieder nach hause. BamBam schlief danach erst einmal ein paar Stunden, denn ein solcher Besuch ist anstrengend für ihn. Aber es profitieren beide Seiten davon. BamBam lernt, auch eine geballte Ladung Kinder zu tolerieren und die Kinder lernen bereits den richtigen Umgang mit dem Hund. Diejenigen, die zu hause nicht die Möglichkeit haben, mal mit einem Hund Kontakt aufzunehmen, haben so die Chance, es einfach vollkommen ungezwungen zu versuchen. Ich bin sehr stolz auf meinen kleinen Hundemann, der diese Situation wieder cool gemeistert hat.

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Da mein Auto diese Woche für zwei Tage in der Werkstatt stand, war ich gezwungen, mit dem Bus zu fahren. BamBam sollte mit und so nutzten wir die Gelegenheit, dies zu trainieren. Ausgerechnet an diesem Tag wollte noch eine zweite Person mit einem deutlich kleineren Hund mit dem gleichen Bus mitfahren. Der Busfahrer lehnte zunächst unseren Transport rundweg ab. „Den nehme ich mit, aber DEN nicht!“ Dabei deutete er zunächst auf den kleinen Hund und danach auf BamBam. Er fragte nach einem Beißkorb und als ich sagte, dass der Hund erst zwölf Monate alt und eigentlich noch ein kleiner Hund sei, ließ er sich schließlich darauf ein. Das kann allerdings auch daran gelegen haben, dass BamBam einfach einstieg und dann in seiner ganzen Pracht neben dem Fahrer stand. Der starb wirklich tausend Tode. Ich denke, nicht nur Briefträger brauchen Training im Umgang mit Hunden. Busfahrern würde das auch nicht schaden. Ich breitete BamBam seine Decke aus, damit er weiß, wo er sich hinlegen soll und setzte mich daneben. Zu Beginn hatte er Angst, als der Bus losschaukelte, aber nach kurzer Zeit entspannte er sich und fraß in Ruhe die mitgebrachten Leckerlies, wie man auf dem Foto sieht. Beide Hunde verhielten sich während der Fahrt vorbildlich. Trotzdem sah man dem Busfahrer seine Erleichterung deutlich an, als wir den Bus verließen 😉

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Den Besuch im Autohaus hat BamBam verschlafen. Es ist wirklich schön, einen derart gelassenen Hund zu haben. Wobei man sich nicht täuschen lassen darf. Natürlich gibt es für ihn auch immer mal Situationen, auf die er sehr vorsichtig reagiert. Aber mit der nötigen Ruhe lässt er sich bislang an alles heranführen – sofern er nicht sowieso von sich aus darauf zugeht.

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Einen Tag in dieser Woche verbrachte er bei Ally. Wir mussten einen Termin wahrnehmen, zu dem wir ihn nicht mitnehmen konnten. Wie man sieht, hatten die beiden Spaß und ließen es sich richtig gut gehen. Herzlichen Dank an Sonni, die sich um den kleinen Mann gekümmert hat („Steffi, geh jetzt, wir werden es alle überleben!“). 😉

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Mit Nemo haben wir uns auch mal wieder getroffen. Die beiden verstehen sich immer noch blendend, wobei Nemo nicht ganz einsieht, warum BamBam nicht mit dem Kong spielen, sondern ihn viel lieber anrempeln und mit ihm rennen will.

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Als Abschluss der Woche haben wir an einem zweitägigen Showtraining bei der IG Ringtraining (Tanja Backes) teilgenommen. Schließlich muss nicht nur der Hund entwickelt werden, ich muss auch noch jede Menge lernen. 😉

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Freies Abliegen klappt sehr gut, vor allen Dingen, wenn ich seine Decke für ihn dabei habe und er ganz genau weiß, wo er sich hinlegen soll. Wir haben dafür das Kommando „Auf deinen Platz“. Wir werden oft belächelt, wenn wir die Decke auspacken, aber sobald er dann still auf seinem Platz liegt, hört das auf.

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Die Mittagspause verbrachten wir mit spazierengehen und ausruhen im Auto. Hier war es ruhiger und BamBam konnte ein bisschen entspannen. Da es zwischendurch sehr warm wurde, blieb er natürlich nicht alleine dort. Ein sich erhitzendes Auto ist für einen Hund, der sich darin befindet, eine tödliche Gefahr. Leider nehmen das einige Hundehalter immer noch nicht zur Kenntnis. In Erfurt bei der Ausstellung mussten auch wieder mehrfach Hundebesitzer aufgefordert werden, ihre Hunde aus den Autos zu holen. Wirklich traurig!

Ich habe zwischenzeitlich ein anderes Auto bekommen. BamBam fährt auch in dem neuen gerne mit und ist während der Fahrt entspannt. So kommt er ausgeruht am Ziel an und ist dann voller Tatendrang.