10. Lebensjahr: 45. Woche

Endlich kam in dieser Woche der Frühling zu uns. Die Hunde genossen die Sonne in vollen Zügen, wälzten sich nach Herzenslust im Gras und ließen es sich richtig gut gehen.

Neben Entspannung lag aber auch ein spannenes Wochenende vor uns. Sonny sollte in Holland, genauer gesagt bei der CACIB in Utrecht starten. Gesagt, getan. 44 Ridgebacks waren insgesamt gemeldet, davon 8 in der Zwischenklasse, in der wir starteten. Unter der schweizer Richterin Barbara Müller zeigte sich Sonny wieder von seiner besten Seite und konnte schließlich die stark besetzte Zwischenklasse gewinnen. Als wir um den besten Rüden mitliefen, hatte ich ein gutes Gefühl. Und richtig, auch den Lauf um den Besten Rüden und das CACIB konnten wir für uns entscheiden. Nachdem die Hündinnen gerichtet und auch die beste Hündin ermittelt war, liefen wir um das BOB (Best of Breed). Auch hier konnte Sonny Frau Müller von sich überzeugen. Ein großartiger Erfolg für unseren gerade einmal 22 Monate alten Youngster.

Ich packte unsere Sachen zusammen und zog um an den Ehrenring, um auf den Gruppenwettbewerb zu warten. Eine sehr gut organisierte Show mit großen Ringen und sehr freundlichen Helfern machte das Ausstellen zum Vergnügen. Im Ehrenring angekommen bereitete ich Sonny vor und wir machten uns bereit.

Im Ehrenring lief es, wie ich es mir nicht besser hätte vorstellen können. Unter der niederländischen Richterin A. Kersbergen gelang es Sonny, auch die Gruppe zu gewinnen! Ein spitzenmäßiger Erfolg, der uns für den Best-in-Show-Wettbewerb qualifizierte, bei dem wir schließlich unter dem holländischen Richter W. Wellens das BEST-IN-SHOW 3 erreichen konnten!

Damit war es aber noch nicht genug. Am 15.04.2018 bestand Sonny außerdem unter Rassespezialist Burkhard Seibel die Zuchtzulassungsprüfung der Deutschen Züchtergemeinschaft Rhodesian Ridgeback (DZRR) in allen Kategorien mit A ohne Einschränkungen.

Die Prüfung beginnt mit der Identifikation und dem Messen des Hundes. Anschließend wird das Gebiss angeschaut, die Rute auf Anomalien

abgetastet und der Hund wird auf Dermoid Sinus kontrolliert.

Anschließend erfolgt die Beurteilung im Stand und in der Bewegung.

Nach der Exterieurbeurteilung folgt der Wesenstest. Verschiedene Untergründe sollen überlaufen werden. Sonny startete nach der roten Matte erst einmal durch, um den am Rand sitzenden „schwarzen Mann“ zu inspizieren.

Anschließend kam er mit Karacho zurück und hatte Spaß mit der Luftmatratze.

Noch ein kurzes Spiel mit dem Vereinsgeier und schon wartete die Gruppe Menschen auf uns, die es zu passieren gilt. Auch leichte Berührungen oder ein aufgespannter Schirm sollen den Hund nicht beeindrucken. Sonny fühlte sich in der Gruppe bereits beim dritten Durchgehen heimisch. *lol*

Anschließend folgt noch der „scharze Mann“, der zunächst passiert werden muss. Anschließend begrüßt man sich wie Nachbarn. Sonny begrüßte ihn ebenfalls freundlich.

Dann kam noch der Schusstest mit zwei in zeitlichem Abstand aufeinanderfolgenden Schüssen, den er wie folgt kommentierte:

Das kostete mich übrigens 5 Euro!  

Schließlich hatten wir bestanden, Sonny nahm wohlwollend den Applaus der Anwesenden entgegen. 😀

    

Ein ganz herzliches Dankeschön an das ZZP-Team um Edgar Heckelsmüller für einen unaufgeregten und wie immer super organisierten Ablauf.

Herrn Seibels Zusammenfassung lautete wie folgt:

„Harmonisch aufgebauter Rüde im richtigen Größenmaß mit exzellentem Bewegungsablauf und großer Selbstsicherheit bei den Verhaltenstests.“

Er bescheinigte Sonny ausgeprägte Selbstsicherheit, ein lebhaftes Temperament sowie sehr gute Führigkeit. Vielen Dank für die Beurteilung unseres Hundemannes. Ich kann nicht anders als zustimmen.

Ein verrücktes Wochenende fand seinen krönenden Abschluss!